Das Wirken Martin Luthers in Magdeburg und Mitteldeutschland

10. November 1483 in Eisleben geboren

1497/1498 Besuch der Schule für „Brüder vom gemeinsamen Leben“ in Magdeburg (nahe des Fürstenwalls)

1505 Eintritt in den Augustiner Orden Erfurt

1508/1509 Theologiestudium in Wittenberg

1516 Reise nach Magdeburg

ab 1517 Ablasshandel in Magdeburg durch Johannes Tetzel (Tetzelkasten im Magdeburger Dom) „Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt.“

31. Oktober 1517 Luthers Thesenanschlag an der Schlosskirche in Wittenberg: Kritik am Ablasshandel und Beginn der Reformation

24. Juni 1524 Durchbruch der Reformation und Magdeburg als erste reformierte Großstadt Deutschlands

24. und 26. Juni 1524 Predigten in Magdeburger Augustinerkirche (heute Wallonerkirche) und Johanniskirche

17. Juli 1524 erster lutherischer Gottesdienst in der Magdeburger Pfarrkirche (später Ulrichskirche)

1547 Belegung mit der Reichsacht Magdeburgs

1550/51 Belagerung Magdeburgs durch Kurfürst Moritz von Sachsen

1555 Augsburger Religionsfrieden: rechtliche Anerkennung der Lutheraner

1562 und 1567 Beitritt des Erzbischof und der Domherren zum Protestantentum, erster lutherischer Gottesdienst im Magdeburger Dom

Halb Europa reformierte sich, wobei Magdeburg damals als Bollwerk des Protestantismus galt.

1886 Errichtung eines von Emil Hundrieser geschaffenes Luther Denkmals aus Bronze vor der Magdeburger Kirche St. Johannis

1906 Eröffnung des Kaiser Friedrich Museums in Magdeburg mit drei Handschriften Martin Luthers, die die enge Verbindung der Stadt mit dem Protestantismus zeigen

1983 durfte in der größtenteils „gottlosen“ DDR der 500. Geburtstag des größten Gottesmannes, den Deutschland je hatte, gefeiert werden. In Magdeburg fand vom 27. Mai bis zum 11. Juni ein Kirchentag mit internationalen Gästen statt.

1989 Schaffung eines Sockels mit der Inschrift „Gottes Wort mit uns in Ewigkeit“ für das Denkmal

2017 Sachsen-Anhalt und die ganze Welt feiern 500 Jahre Reformation.